Tote-fliege-modus und addendum

Turgi, 27° C, windstill… die Frisur hat sich verabschiedet. Von Aussen betrachtet müsste man meinen dass es im Proberaum auch bei den zur Zeit sommerlichen Temperaturen angenehm kühl ist. Befindet sich unser Heiligtum doch in einem alten, massiv gebauten Fabrikgebäude. Aber weit gefehlt meine Freunde, im Inneren herrscht Aussentemperatur plus gefühlte 328° C.

So kam es dann auch dass wir nahezu direkt und ohne Verzögerung in den Tote-Fliege-Modus gewechselt und vor uns hin transpiriert haben. Vom musikalisch produktiven Standpunkt her war der Probeabend gestern eher nicht sooo optimal, wir haben einige Sachen in unserem neuen Song ausporbiert, mit dem Fazit, dass wir noch weiter rumprobieren müssen.

So enthielt sich dann auch Römy einer Röm-O-Meter-Einschätzung und somit vergebe ich eigenmächtig für den musikalischen Teil des Abends 4 Finger. Der gemütliche Teil war jedoch wie der Name schon sagt: gemütlich. Bier aus dem Kühlschrank sei Dank.

Und nun noch eine von Marco gewünschte Anmerkung zum letzten Blogeintrag: Für aussenstehende, die uns Chaoten nicht kennen, kann der Text so aufgefasst werden, als ob Marco «schuld» wäre an der Auflösung der Conspirator. Scheisse er hat’s gemerkt. Dem ist natürlich nicht so. Das Revival war von vornherein so gedacht, dass Conspirator bis zum Konzert, welches ja nun nicht stattfindet, bestehen, und wir uns danach neu orientieren, diesen Schritt haben wir jetzt halt schon etwas früher als geplant gemacht. Wir bitten euch, keine Kondolenzkarten und Kränze zu schicken sondern das Geld stattdessen der Brauerei eures Vertrauens in Form einer Geldspende gegen Bier zukommen zu lassen.

Peace out!

The King has left the building

Tja, habe ich meine Fresse wohl letztes mal doch ein wenig zu voll genommen? Scheint fast so, denn Conspirator ist tot. Das Ziel 23. Juli war wohl doch etwas zu ambitioniert. In allen Ehren wurde gestern Abend der Bandname zu Grabe getragen. Aber wir machen weiter!

Selbst mit unserem grenzenlosen Optimismus mussten wir einsehen, dass es nicht möglich ist, bis zum 23. Juli ein unseren und deinen Ansprüchen gerecht werdendes Set auf die Beine zu stellen.

Wir blicken nun in eine noch ungewisse Zukunft (welche Zukunft ist schon nicht ungewiss). Fest steht, dass Matthias, Römy und Ich uns weiterhin am Mittwoch treffen und proben werden. Von Marco mussten wir uns leider vorerst als Sänger verabschieden. Ist halt schon eher suboptimal wenn ein Bandmitglied mit so unsäglichen Dingen wie Schichtarbeit geplagt ist und so nur unregelmässig an den Proben teil nehmen kann.

Ebenfalls abgeschworen haben wir den Cover-Versionen (an dieser Stelle ein Gruss an die SUISA) und konzentrieren uns jetzt voll auf eigene Kompositionen (auch hier ein Gruss an die SUISA). «Blind inside» – unser erster Song – ist so gut wie fertig. Mättu fand gestern, da fehlt nur noch der Feinschliff, ich bin da hingegen noch etwas anderer Meinung. Von Römy erhielten wir für den gestrigen Probeabend jedenfalls volle 9 1/2 Finger auf dem Röm-o-Meter. Besser geht’s nicht!

Falls du zu den Leuten gehörst die regelmässig unseren Blog lesen und uns auf Facebook «mögen» kipp uns nicht aus den Bookmarks, denn es geht weiter, bald auch untern unserem neuen Namen, wenn wir dann einen gefunden haben.

Jetzt simmer gfiggt!

Mit diesem zärtlich gehauchten Satz starteten wir in den gestrigen Probeabend. Der Grund weshalb ich mich zu dieser nicht ganz jugendfreien Äusserung hinreissen liess ist ganz einfach: unser erstes Konzert findet bereits am 23. Juli statt.

Es ist ja nicht so, dass wir jetzt völlig und komplett überrascht worden wären. Aber eigentlich hatten wir nicht damit gerechnet, dass es nun doch so schnell gehen würde bis sich Oli und Dani auf ein Datum für ihr gemeinsames Metal-Fest einigen und dieses kommunizieren werden. Dementsprechend liefen auch die Proben ab. Zu Oft sassen wir im Proberaum, hatten es uns gemütlich gemacht und nur aus Spass an der Freude und ohne jegliches Pflichtbewusstsein in die Saiten gegriffen, die Sticks geschwungen oder das Mikrophon voll gespuckt.

Wir sahen das Schwert des Damokles schon länger über unseren Häuptern schweben, hielten es aber für ein Migros-Budget-Picknick-Plastik-Messerli mit Cervelathaut dran und schenkten ihm keine weitere Beachtung. Am Montag nun schoss es mit all seiner stählernen Macht hernieder und zog uns einen Scheitel. Nach einer halben Stunde rumheulen wie die Pussies fanden wir dann aber unsere Eier doch wieder, und machten Nägel mit Köpfen.

In einem blutigen Brainstorming – so blutig dass Marco kurzzeitig den Raum verlassen und einen stinkwichtigen Anruf tätigen musste – meisselten wir die Setlist in Stein. Was uns Kopfzerbrechen bereitete waren neben den Coverversionen vor allem unsere eigenen Songs. Nachdem ich aber mal schnell der versammelten Garde klar machte, dass wir eigentlich schon zwei Lieder fertig haben (bis auf den Text) holte uns auch schon wieder der Grössenwahn ein – wie gewohnt – und die Setlist wurde immer länger und man könnte doch noch dieses und jenes etc. pp.

In diesem Fall ist weniger aber mehr und wir einigten uns auf ein Gig von sieben Liedern. Wie sich das unsere langhaarigenjährigen Anhänger gewohnt sind werden wir wieder für die Stimmung und weniger für den exquisiten musikalischen Genuss sorgen.

Die braunen Spuren in der Untewäsche sind beseitigt und wir freuen uns auf den Gig, auch wenn dies für uns noch viel Arbeit bedeutet. Lasst euch schon mal die Haare wachsen, denn: Unter Druck haben wir noch immer am besten funktioniert!

PS: Hier könnte ihr euch für das Fest schon mal anmelden

The king of digital recording!

Mittwoch – Probentag. Normalerweise ja, aber Heute war alles ein bisschen anders. Da wir vorhaben während den Proben auch die eine oder andere Aufnahme zu machen, um sie Dir als MP3 zum Download anzubieten, machten wir uns schon öfters Gedanken über unser Equipment und wie wir in ansprechender Qualität aufzeichnen könnten. Da wir da etwas auf dem Schlauch standen und die allwissende Müllhalde das Internet mehr verwirrt als aufklärt haben wir uns einen Spezialisten für ein Biergelage Beratungsgespräch eingeladen.

Zu Garthüüsli-Zeiten reichte es noch, das alte «Kassette-Grätli» vom Grossmami aufzustellen und einfach auf Record zu drücken damit man im Extrazug nach Basel zum Metallica-Konzert gespielt wurde. Heute sind unsere und auch Deine Ansprüche gestiegen, und wir wollen uns nicht mehr mit kratzigen, übersteuerten und wimmernden Aufnahmen zufrieden geben.

Also liessen wir für einmal die Probe ausfallen und versammelten uns bei Markus in Kollbrunn zum bieren und Pizzamampfen. Zu unserer illustren Runde gesellte sich auch noch Reeko in der Rolle als «Sachverständiger». Durch seine mehrjährige Erfahrung im Recording und seinen Besuch einer Produzenten Schule («Electronic Music Producer» und «Audio Engineer») schien er uns der perfekte Gesprächspartner und Berater.

Unsere anfängliche Idee ein Mischpult mit USB-Ausgang zu kaufen, erwiess sich dann sehr schnell als ungünstige Variante. Natürlich gingen wir davon aus, alles direkt einspielen zu können und dann die verschiedenen Spuren im nachhinein abzumischen. Die Details, wieso dies ebenfalls eine schlechte Idee wäre, ersparen wir dir an dieser Stelle. Sagen wir einfach, es gäbe einen unkontrollierbaren Soundbrei.

Kurz nach 22.00 Uhr lösten wir uns vom Balkon und gingen alle wieder unsere Wege, Reeko und Christian nach St. Gallen und Mättu und Römy in den Aargau. Nur Markus blieb in einem Schlachtfeld von leeren Bierflaschen, -dosen und einem leergefressenen Blech Pizza zurück.

Fazit des Abends: ein Audiointerface und eine stärkere Maschinen müssen her!

Hell yeah! We are back!

Die vermutlich am sehnlichsten erwartete Reunion des Jahrtausends, ach… aller Zeiten! In Originalbesetzung und so wie uns die ganze Welt – mit Ausnahme von ca. 6’999’985’762 Bewohnern – kannte und liebte haben wir uns wieder zusammengefunden um unsere und deine Gehörgänge ordentlich durchzublasen.

Dem Umstand dass Verwandte und Bekannte von Bandmitgliedern exorbitante 4 Dekaden ihres Lebens feiern werden, hat die Welt die Wiederauferstehung einer längst tot geglaubten Legende zu verdanken. Wie das mit Legenden so ist: sie geraten in Vergessenheit wenn sie nicht erzählt werden. Aus diesem Grund wird ein neues Kapitel im Buche Conspirator geschrieben. Und du kannst so nah dabei sein, wie noch nie!

In diesem Blog werden wir unser schonungsloses, unzensiertes, ungefiltertes und gnadenlos langweiliges extrem spannendes Probetagebuch führen. Du kannst also wöchentlich erfahren, ob wir es bis an die Instrumente geschafft, oder doch nur über Gott, die Welt und Politik diskutiert haben.

Wenn die Zeit Reif – sprich ein Lied fertig ist –  werden wir dich mit MP3 versorgen (wer uns kennt weiss dass das noch eine Weile dauern kann).

Ausserdem wird jeder Probeabend durch das «Röm-O-Meter» bewertet, lass dich überraschen und vergiss nicht, uns auf Facebook zu «liken», auf Twitter zu folgen und uns in deinen Trinkspruch einzuflechten

Wir freuen uns tierisch auf die Zeit die da kommen mag und stärken schon mal die Nackenmuskeln, wir raten dir, das selbe zu tun.